Dankbarkeit lernen – Eine Übung die dein Leben verändert

dankbarkeit lernen

Seit mittlerweile 8 Jahren beschäftige ich mich mit den Themen persönliche Entwicklung und Selbstverwirklichung. Im Laufe dieser Zeit las und hörte ich immer wieder von der Eigenschaft „Dankbarkeit“ und wie wichtig es sein soll, diese bewusst zu praktizieren.

Davon inspiriert, beschloss ich Dankbarkeit in mein Leben zu integrieren. Als ich Dankbarkeit lernen wollte, ahnte ich jedoch nicht einmal ansatzweise, wie mächtig diese ist.

Am Anfang merkte ich keinen Unterschied, doch irgendwann verstand ich den tieferen Sinn dahinter und mein Leben änderte sich grundlegend zum Positiven.

„Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind.“ – Albert Schweitzer (deutscher Arzt und Philosoph)

In diesem Artikel lernst du:

  • Wie uns unsere Luxusprobleme das Leben schwer machen
  • Warum es so wichtig ist, worauf du dich fokussierst
  • Was Dankbarkeit ist und warum es so wichtig ist, dankbar zu sein
  • Eine Übung, durch die du Dankbarkeit lernen kannst

Hast du ein Problem oder ein Luxusproblem?

Wir leben in einem der sichersten und reichsten Länder der Welt. Selbst wenn du von Hartz IV leben solltest, hast du immer noch mehr, als ein Großteil der Weltbevölkerung.

Laut der Bedürfnishierarchie von Abraham Maslow sind alle unsere Mangelbedürfnisse befriedigt:

  • Überleben
  • Sicherheit
  • Nahrung
  • Kleidung
  • Ein Dach über dem Kopf

Über all diese Dinge brauchen wir uns im deutschsprachigen Raum keine Sorgen zu machen. Wir haben alles, was wir zum Leben brauchen und es liegt an uns, die Verantwortung zu übernehmen und das Beste daraus zu machen. Dass unsere grundlegenden Bedürfnisse befriedigt werden, sehen wir oft als selbstverständlich an.

Wenn ich wollte, könnte ich jeden Tag ein Vollbad in Trinkwasser nehmen, während 11% der Weltbevölkerung im Jahr 2012 noch immer keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hatte.

Ich will nicht den Moralapostel spielen: Hast du Lust auf eine bestimmte Sache und die Möglichkeit es zu tun, tue es. Ich möchte dich eher dazu einladen, zukünftig deine Probleme aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Was ist Dankbarkeit?

Jeder Mensch hat Probleme. An einigen Tagen handelt es sich bei unseren größten Problemen jedoch um Kleinigkeiten:

  • Der halblegale Fußball-Stream, der immer wieder abstürzt
  • Der Smartphone-Akku, der 2x am Tag geladen werden muss
  • Das schlechte Wetter, wodurch unsere geplante Grill Party ausfallen muss
  • Dein TV Recorder hat deine Lieblingsserie nicht aufgenommen
  • Deine Lieblingsschokolade, die im Supermarkt ausverkauft ist
  • Mein Sitznachbar in der Universitätsbibliothek, der – während ich diesen Artikel schreibe – so laut schnauft, dass ich mich kaum konzentrieren kann

Wegen solcher Luxusprobleme machen wir uns oft verrückt und lassen uns die gute Laune verderben. Dabei bemerken wir oft gar nicht, wie gut es uns wirklich geht.

Stelle dir jetzt die folgenden Fragen:

  • Was ist aktuell dein größtes Problem?
  • Ist es wirklich so schlimm, sich deswegen verrückt zu machen?
  • Würden 99% der Weltbevölkerung ohne zu zögern ihre Probleme mit deinen tauschen?

Ich nehme mich hier selbst nicht heraus: Mehrere Jahre war mein größtes Problem, eine Frau zu finden, die mir gefällt und die wirklich zu mir passt. Obwohl ich alles hatte, was ich brauchte, und ein schönes Leben führte, machte ich mich wegen dieses Luxusproblems in regelmäßigen Abständen immer wieder verrückt.

Sei dankbar, wenn solche Luxusprobleme deine größten Probleme sind.

Dementsprechend bedeutet Dankbarkeit für mich, den Fokus auf das zu richten, was ich in meinem Leben alles habe und was bereits gut läuft.

Ich will nicht leugnen, dass es auch hier, im deutschsprachigen Raum, ernsthafte Probleme gibt. So kann eine schwere Krankheit oder der Tod von geliebten Angehörigen uns ziemlich aus der Bahn werfen. Der Verlust ein jedoch ein Teil des Lebens.

(In diesem Artikel erfährst du, wie du solche Krisen bewältigen kannst)

Die Macht des Fokus

Christian Scheier und Dirk Held gehen in ihrem Buch „Wie Werbung wirkt: Erkenntnisse des Neuromarketings“ davon aus, dass der Körper durch seine Sinnesorgane pro Sekunde rund 11.000.000 Bits an Informationen wahrnimmt. Bewusst verarbeiten können wir davon jedoch nur 40-50 Bits. Das sind nahezu 0 %! Die restlichen Reize werden im Unterbewusstsein verarbeitet.

Welche Reize du bewusst wahrnimmst, hängt von deinem Fokus ab. Durch deinen Fokus erschaffst du dir deine eigene Realität. Das, worauf du dich konzentrierst, wird stärker. Dadurch wirst du es vermehrt in deiner Umwelt wahrnehmen.

Dein Fokus kann verändert werden, bewusst oder unbewusst: Nehmen wir an, du willst dir einen rosafarbenen VW Polo kaufen. Plötzlich siehst du auf den Straßen viele rosa VW Polos fahren.

Hat sich die Anzahl der auf der Straße fahrenden rosa VW Polos verändert? Nein, deine Wahrnehmung hat sich verändert. Die Autos waren vorher schon unterwegs, jetzt fallen sie dir nur bewusst auf.

(Wenn du mehr über dieses Thema wissen möchtest, empfehle ich dir diesen Eintrag auf Wikipedia)

Wir können unser Leben verändern, indem wir unseren Fokus verändern

Die meisten Leute stecken in der Wenn-Dann-Falle: „Wenn ich XY habe, dann bin ich glücklich“. Für XY kannst du alles einsetzen:

  • Geld
  • einen Partner
  • einen erfüllenden Job
  • eine größere Wohnung
  • einen Hund
  • das neue iPhone

Die Gefahr bei diesem Denken ist, dass sobald wir diese Sache haben, in der Regel direkt das Nächste anvisiert wird. Nach dem Motto: Mehr geht immer.

Der Fokus vieler Leute liegt auf dem, was sie noch nicht haben. Dies liegt oftmals an der Erziehung, da sie es von ihren Erziehungsberechtigten nicht anders gelernt haben.

Du hast jedoch die Möglichkeit, dich bewusst zu entscheiden, worauf du deinen Fokus legen willst: Auf das, was dir fehlt oder auf das, was du bereits hast.

Es ist nicht falsch, ambitioniert zu sein und Ziele zu haben. Sei jedoch dankbar für das, was du aktuell schon hast. Wenn du deinen Fokus darauf richtest, wirst du in Zukunft immer mehr finden, wofür du dankbar sein kannst.

Dir wird auffallen, wie viel Schönes und Gutes es auf der Welt gibt, obwohl uns die Nachrichten meist das Gegenteil vermitteln.

„Sei dankbar für das, was du hast, dann wirst du am Ende mehr haben. Wenn du dich darauf konzentrierst, was du nicht hast, wirst du niemals genug haben.“ – Oprah Winfrey (amerikanische Unternehmerin)

Eine Übung, um Dankbarkeit zu lernen

Wie weiter oben geschrieben fokussieren wir uns häufig auf das, was in unserem Leben noch fehlt. Wir malen uns aus, wie toll unser Leben wäre, sobald wir eine bestimmte Sache endlich haben.

Die Formel dafür ist: Unser aktuelles Leben + eine bestimmte Sache = (vermeintliches) Glück

Mit dieser Übung drehst du diese Formel um. Statt dem ständigen addieren, subtrahierst du eine beliebige Sache, welche du in deinem Leben bereits vorfindest.

Die Formel dafür ist: Unser aktuelles Leben – eine Sache, die bereits in deinem Leben ist = ?

Wie sähe dein Leben aus, wenn einer/s der folgenden Menschen/Dinge aus deinem Leben auf einmal nicht mehr da sein würde:

  • Deine jetzige Arbeit
  • Deine Wohnung
  • Dein Partner
  • Deine Eltern
  • Ein bestimmter Freund
  • Deine Gesundheit
  • Dein Handy
  • Strom
  • Trinkwasser aus der Wasserleitung

Diese Liste lässt sich beliebig erweitern.

Wir erkennen den Wert einer Sache leider oft erst, wenn diese in unserem Leben nicht mehr verfügbar ist. Durch diese Übung kannst du dir den Wert vor einem eventuellen Verlust bewusst machen und dankbar dafür sein, dass dieser Mensch/diese Sache in deinem Leben ist.

Wenn du diese kleine Übung immer wieder diszipliniert in deinen Tag einbaust, wird sich nach und nach dein Fokus verändern. Dadurch entwickelt sich eine Positiv-Spirale und dir wird immer mehr auffallen, für was du alles dankbar sein kannst. So hat die Übung das Potential, dich dauerhaft glücklicher zu machen.

(In diesem Artikel erfährst du, wie du Selbstdisziplin lernen kannst)

Dankbarkeit lernen – Fazit

Unsere Probleme sind – in den meisten Fällen – Luxusprobleme. Wie gut es uns geht bemerken wir häufig nicht, da wir es für selbstverständlich halten.

Wir sind so darauf fixiert, was wir alles wollen, dass wir nicht bemerken, was wir bereits haben. Du kannst dich bewusst entscheiden, worauf du deinen Fokus legen willst: Fokussierst du dich darauf, was dir noch fehlt oder auf das, was du aktuell bereits hast?

Legst du deinen Fokus bewusst auf die Dinge, für die du jetzt bereits dankbar sein kannst, wird dir nach und nach immer mehr auffallen, für was du dankbar sein kannst. Mit dieser Einstellung der Dankbarkeit, kannst du deinen Zielen entgegenarbeiten.

Wenn du diesen Artikel lesen konntest, hast du höchstwahrscheinlich 2 gesunde Augen. Alleine dafür lohnt es sich, dankbar zu sein.

Ich hoffe, dir hat der Artikel gefallen. Über einen Kommentar und/oder das Teilen des Artikels würde ich mich sehr freuen.

2017-10-16T18:57:49+00:00

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