Krisen bewältigen – 10 Tipps, um Lebenskrisen zu meistern

Autor: Andreas Hofmann

13  Kommentare

krisen bewaeltigen

Der Partner hat sich getrennt, der Arbeitsplatz wird plötzlich gekündigt oder ein geliebter Mensch verstirbt. In unserem Leben werden uns kleine oder große Lebenskrisen immer wieder begegnen.

In den letzten Jahren habe ich mehrere Krisen bewältigen können. Dementsprechend ist mir bewusst, wie hart diese Zeiten sein können.

Da sich mein Leben im Moment ziemlich verändert, stecke ich – während ich diesen Artikel schreibe – ironischerweise selbst in einer mittelschweren Krise.

Eine Krise ist ein Wendepunkt im Leben, die uns vor Herausforderungen stellt, aber ebenfalls große Chancen bietet. Leider sind wir oft auf das Problem fokussiert, sodass wir die Chancen nicht wahrnehmen können.

„Wenn alles gegen dich zu sein scheint, dann erinnere dich, dass ein Flugzeug nur gegen den Wind abhebt und nicht mit dem Wind.“

Henry Ford
(amerikanischer Unternehmer)

In diesem Artikel erfährst du:

  • Wie es zu einer Krise kommen kann
  • Welche Rolle deine Gedanken spielen
  • Dass jede Krise eine Chance mit sich bringt
  • Den richtigen Umgang mit Krisen
  • Wie du Krisen bewältigen kannst
  • Den richtigen Umgang mit Krisen
  • Wie du Krisen überwinden und an ihnen wachsen kannst

Wie kommt es zu einer Krise?

Das Leben ist ein Fluss und Veränderung ist die einzige Konstante. Diese Veränderungen kommen oft unerwartet und wir können selbst nichts dafür.

Das uns liebgewonnene Gewohnte ist plötzlich nicht mehr so, wie es vorher war oder wird in naher Zukunft anders sein. Je nach Schwere dieser Veränderung, kann dies uns vollständig aus der Bahn werfen.

So eine Veränderung kann beispielsweise sein:

  • Die Diagnose einer schweren Krankheit
  • Der Tod eines geliebten Menschen
  • Die Insolvenz des eigenen Unternehmens
  • Der Partner hat uns betrogen
  • Eine ungewollte Schwangerschaft

Auch Veränderung, für die wir uns bewusst entscheiden, Rückschläge oder neue, intensive Erfahrungen können zu Turbulenzen in unserem Leben führen.

Eine Selbstfindungsphase kann ein weiterer Grund für eine Krise sein. Wir sind überfordert mit den vielen Möglichkeiten, fühlen uns verloren und wissen nicht, was wir tun sollen.

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussehen mag, spielen deine Gedanken die entscheidende Rolle, ob es zu einer Krise kommt oder nicht:

Erst durch deine Gedanken machst du eine Situation zu einer Krise!

Eine Situation ist immer, wie sie ist.

Wenn du beispielsweise deine Arbeit verlierst, ist es nicht „gut“ oder „schlecht“, es ist einfach nur ein Fakt.

Jede Situation bzw. ein Fakt ist neutral. Erst mit Hilfe deiner Gedanken bewertest du diese Situation.

Dadurch machst du eine Situation:

  • Gut oder schlecht
  • Richtig oder falsch
  • Schön oder hässlich

Die Bewertung von objektiven Situationen/Fakten geht jedoch meist so schnell und auf einer solch unbewussten Ebene, dass wir davon nichts mitbekommen.

Durch Gedanken wie „Es ist falsch, wie es gerade ist. Es hätte nicht passieren sollen…“ erzeugen wir uns unser Leid.

So gehen wir gegen das Leben statt mit dem Leben.

Unser kleiner Verstand leistet also Widerstand gegen das große Leben selbst.

Wer wird diesen Kampf wohl gewinnen?

Ich glaube, die Antwort auf diese Frage erübrigt sich…

Wichtiger ist es zu verinnerlichen, dass das Gefühl immer dem Gedanken folgt.

Du empfindest also niemals, dass du deine Arbeit verloren hast oder dass sich dein Partner von dir getrennt hat.

Du empfindest immer deine Gedanken darüber.

Das macht den Gedanken sozusagen zu dem Pinsel, mit dem wir unsere Realität erschaffen. Denn zu jedem Zeitpunkt unseres Lebens erschaffen wir uns mit Hilfe unserer Gedanken unsere eigene Realität.

Deine Gedanken haben einen wesentlich größeren Einfluss auf dein Leben und auf dein Glücksempfinden, als dass du dir vermutlich bei weitem vorstellen kannst.

Jedoch würde es den Rahmen dieses Artikels sprengen, an dieser Stelle jetzt weiter auf die Macht der Gedanken einzugehen.

Falls du dieses Thema vertiefen möchtest – was ich dir sehr ans Herz lege – empfehle ich dir mein E-Book „Die Macht der Gedanken“.

Dieses Buch wird dir dabei helfen, entspannter und mit mehr Leichtigkeit durch dein Leben zu gehen.

Du kannst es dir hier kostenlos zukommen lassen:

Natürlich möchte ich dich jetzt nicht mit der Aussage, dass du deine (eigentlich neutrale) Situation als „Krise“ bewertest, alleine im Regen stehen lassen.

Denn wenn du diesen Artikel liest, dann möchtest du deine Situation höchstwahrscheinlich verändern.

Und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es möglich, Krisen zu bewältigen und an ihnen zu wachsen:

Krisen als Chance nutzen

Das geschriebene, chinesische Wort „Krise“ setzt sich aus zwei Schriftzeichen zusammen. Das eine steht für Gefahr, das andere für Gelegenheit.

Alles was passiert, ist zu unserem Besten“ – so steht es in vielen Selbsthilfebüchern geschrieben. Dieser Satz ermuntert einen, Vertrauen ins Leben zu haben. Dass dies manchmal schwierig sein kann, weiß ich aus eigener Erfahrung:

Mitte 2013 habe ich mir von einer Frau das Herz brechen lassen. Zusätzlich befand ich mich zu dieser Zeit in einer Selbstfindungsphase.

Rückwirkend betrachtet, war die Zeit danach die Schlimmste in meinem Leben. Durch den Schmerz habe ich jedoch meine Motivation gezogen, an mir zu arbeiten und damit begonnen, mir das Leben meiner Träume zu erschaffen.

Ich konnte diese Krise bewältigen und inzwischen bin ich dankbar, dass die Situation damals so abgelaufen ist, wie sie ist. Ohne diesen Schmerz wäre ich nicht dort, wo ich heute bin. Er hat mich damals angetrieben.

Leider können wir den Sinn einer Krise währenddessen oft nicht sehen und manchmal direkt danach ebenfalls nicht. Wenn überhaupt können wir das Leben nur rückwirkend betrachtet verstehen.

Doch inzwischen kann ich schreiben, dass ich durch das Bewältigen meiner Krisen immer stark gewachsen bin.

„Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschah, richtig ist. Von da an konnte ich ruhig sein. Heute weiß ich, das nennt sich Vertrauen!“

Charlie Chaplin
(britischer Komiker, Schauspieler und Regisseur)

Der Apple Gründer Steve Jobs hielt im Jahr 2005 die Abschlussrede an der Stanford University. In seiner berühmten Rede erzählte er drei Geschichten, wie er seine persönlichen Lebenskrisen bewältigt hat. In den ersten beiden geht es ebenfalls darum, wie wichtig es ist Vertrauen zu haben:

Was immer dazu geführt hat, dass wir uns in einer Krise befinden, es liegt an uns, wie wir mit dieser Situation umgehen und die Krise meistern.

10 Tipps für den Umgang mit Krisen

1. Akzeptiere die Situation

Widerstand gegen das, was ist, verursacht Leid. Stellst du dich gegen die Realität, wirst du verlieren – in 100% der Fälle. Es kostet dich nur Kraft und bringt dich keinen Schritt weiter. Selbst wenn du die Situation noch so gerne anders hättest, sie ist aktuell so, wie sie ist. Willst du Krisen bewältigen, ist der erste Schritt immer, die aktuelle Situation zu akzeptieren.

Die Situation zu akzeptieren bedeutet jedoch nicht, sich seinem Schicksal zu ergeben und nichts dafür zu tun, die Situation zum Positiven zu verändern. Übernimm die Verantwortung für deine aktuelle Situation und versuche das Beste aus ihr zu machen.

2. Entspanne dich auf der körperlichen Ebene

Schlechte Gefühle gehen immer mit körperlicher Verspannung einher.

Lerne, dich bewusst entspannen zu können, z.B. durch progressive Muskelentspannung, autogenes Training oder andere Entspannungstechniken. Im Internet findest du kostenlose Anleitungen (z.B. hier). Des Weiteren kannst du in die Sauna gehen oder dir eine Massage gönnen. Alles, was dir hilft, dich zu entspannen, ist gut.

Wenn du dich das nächste Mal schlecht fühlst, spüre in deinen Körper hinein und entspanne ihn bewusst. Du wirst überrascht sein, was passiert.

3. Versuche, die Situation so objektiv wie möglich zu betrachten

Durch die emotionale Verwicklung spinnen wir uns oft so stark in unsere Probleme hinein, dass wir die Lösung gar nicht sehen können.

Versuche, Abstand zu deiner Situation zu gewinnen, um die Situation so objektiv wie möglich betrachten zu können. Dafür kannst du z.B. in den Urlaub fahren, um räumlichen Abstand zu gewinnen oder deine Situation auf einem Blatt Papier niederschreiben. Sprich außerdem mit guten Freunden über deine Situation. Da sie nicht involviert sind, bemerken sie oftmals Dinge, die uns nicht aufgefallen wären.

Wichtig ist es, lösungsorientiert an das Thema heranzugehen. Was ist das Gute an der Sache? Was kannst du tun, um deine Situation zu verbessern?

4. Bewege deinen Körper

Betätigst du dich sportlich, schüttet dein Körper Glückshormone aus (Serotonin). Vergiss während Krisen nicht, dich sportlich zu betätigen.

Begib dich außerdem in die Natur und genieße die frische Luft. 5 Minuten in der Natur reichen schon aus, um deine Stimmung zu erhöhen. Lass dein Handy zuhause, um dem Alltagsstress vollständig zu entfliehen.

5. Tue Dinge, die dir guttun

Was macht dir Spaß? Nimm dir während einer Krise verstärkt Zeit für dich, um diesen Aktivitäten nach zu gehen. Triff dich mit Leuten, die dir guttun, gehe deinen Hobbys nach oder gönne dir ein leckeres Essen.

6. Komm in die Aktion

Gibt es etwas, das du tun kannst, um deine Situation zu verbessern? Bringe die Selbstdisziplin auf und tue es! Von nichts kommt nichts.

Falls es dir an Disziplin mangelt empfehle ich dir meine E-Mail Kurs für mehr Selbstdisziplin. Du kannst ihn dir hier kostenlos zukommen lassen:

Solltest du deine Situation nicht verbessern können, arbeite daran, deine Ziele zu erreichen. Dies sorgt für Ablenkung und du wirst dich danach besser fühlen.

7. Nimm alle Gefühle an

Durch unsere Bewertung der Situation verursachen wir uns oft negative Gefühle.

Viele Menschen wollen diese nicht spüren und verdrängen sie. Dies führt dazu, dass du dich von deinen Gefühlen abspaltest. Doch nur, weil du die negativen Gefühle nicht fühlst, bedeutet es nicht, dass sie nicht da sind.

Diese Gefühle – wie z.B. Trauer oder Selbstzweifel – sind trotzdem da und wollen gesehen werden. Wenn du sie wegdrückst, werden sie nur stärker. Erlaube den negativen Gefühlen, da zu sein. Versuche, sie nicht zu bewerten und schaue sie dir nur an. Entspanne dich dabei auf körperlicher Ebene (siehe 2.).

8. Sei dankbar

Oft wird eine Krise nur durch einen Lebensbereich verursacht, der nicht so läuft, wie wir es uns vorstellen. Unser Fokus liegt häufig auf dem, was uns fehlt. Dankbarkeit bedeutet, dich darauf zu fokussieren, was du bereits hast und was in deinem Leben gut läuft.

Wenn du dich in einer Krise befindest, zähle auf, für was du in deinem Leben alles dankbar sein kannst. Was läuft aktuell gut in deinem Leben?

(In diesem Artikel erfährst du, warum es so wichtig ist, dankbar zu sein und wie du Dankbarkeit lernen kannst)

9. Schlafe viel und sorge für Ruhe

Durch Krisen ergeben sich oftmals neue und unbekannte Situationen. Die Situationen müssen von deinem Körper erst einmal verarbeitet werden. Dies passiert während du schläfst, vermutlich während der REM-Schlafphase.

In Zeiten der Veränderung kann es dementsprechend vorkommen, dass du mehr Schlaf als normal benötigst. Achte darauf, während einer Krise genügend Schlaf und Ruhe zu bekommen. Dies hilft deinem Körper, die neue Situation besser zu verarbeiten.

10. Suche dir professionelle Hilfe

Sollten dir all diese Tipps nicht weiterhelfen, schäme dich nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Ob es sich dabei um einen Psychologen der alten Schule, einen Homöopathen oder einen schamanischen Heiler handelt, spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass du dich wohl fühlst und dass es dir hilft deine Krisen zu bewältigen.

Falls du es wünschst helfe ich dir gerne weiter.

Krisen bewältigen – Fazit

Lebenskrisen entstehen oftmals durch plötzliche Veränderungen oder neue intensive Erfahrungen. Krisen können unser Leben manchmal ziemlich durchrütteln.

Was immer zu der Krise geführt hat, es liegt an uns, was wir daraus machen. Wir können in die Opferhaltung gehen oder die Krise als Chance nutzen, Dinge zukünftig anders zu tun und somit an der Krise zu wachsen.

Der 1. Schritt ist immer, die neue Situation zu akzeptieren. Anschließend kannst du versuchen, das Beste aus der Situation zu machen.

Wenn du dich in einer Krise befindest, schlafe viel und tue Dinge, die dir guttun. Sei außerdem gut zu dir und gib dir die Zeit, die du brauchst.

Den Artikel möchte ich mit einem Zitat des amerikanischen Dichters Robert Frost beenden:

„In drei Worten kann ich alles zusammenfassen, was ich über das Leben gelernt habe: Es geht weiter.“

Ich hoffe, dir hat der Artikel gefallen und das Krisen bewältigen gelingt dir zukünftig besser. Über einen Kommentar und/oder das Teilen des Artikels würde ich mich sehr freuen.

Andreas Hofmann

Coach für Bewusstsein & authentische Selbstverwirklichung

Über Andreas Hofmann:

Andreas unterstützt Selbstständige dabei, sich das Leben zu erschaffen, von dem sie schon immer geträumt haben.

Er bestärkt sie, ihre höchste Wahrheit zu leben und dem eigenen Weg zu folgen, um mit Herz und Verstand ihr volles Potenzial auszuschöpfen und immer mehr aus der Liebe heraus zu handeln. Des Weiteren zeigt er seinen Klienten, wie sie ihr Leben bewusster erfahren, um mehr in den Fluss des Lebens zu kommen, so dass sich die Schönheit des Lebens immer mehr entfalten kann.

Unter anderem arbeitet er mit den Three Principles, Spiral Dynamics, dem Enneagramm und NLP.

Neben dem Coaching widmet Andreas sich seiner Autorentätigkeit. Unter anderem schrieb er das Buch „Selbstdisziplin: Wie du dir das Leben erschaffst, von dem du schon immer geträumt hast“. Dieses Buch wurde bisher von über 15.000 Personen gelesen.

Folge Andreas:

Andreas Hofmann

Coach für Bewusstsein & authentische Selbstverwirklichung

Über Andreas Hofmann:

Andreas unterstützt Selbstständige dabei, sich das Leben zu erschaffen, von dem sie schon immer geträumt haben.

Er bestärkt sie, ihre höchste Wahrheit zu leben und dem eigenen Weg zu folgen, um mit Herz und Verstand ihr volles Potenzial auszuschöpfen und immer mehr aus der Liebe heraus zu handeln. Des Weiteren zeigt er seinen Klienten, wie sie ihr Leben bewusster erfahren, um mehr in den Fluss des Lebens zu kommen, so dass sich die Schönheit des Lebens immer mehr entfalten kann.

Unter anderem arbeitet er mit den Three Principles, Spiral Dynamics, dem Enneagramm und NLP.

Neben dem Coaching widmet Andreas sich seiner Autorentätigkeit. Unter anderem schrieb er das Buch „Selbstdisziplin: Wie du dir das Leben erschaffst, von dem du schon immer geträumt hast“. Dieses Buch wurde bisher von über 15.000 Personen gelesen.

Folge Andreas:


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  1. Sehr geehrter Schreiber

    Ihr Artikel ist sehr gut geschrieben, für jemanden wie mich, der in einer Krise steckt.
    Ich werde es mir zu Herzen nehmen, Ihre Vorschläge umzusetzen.

    Freundliche Grüsse
    D.Thüring

  2. Danke für den Artikel.
    Es fasst alles wichtige zur Bewältigung einer Krise zusammen, was ich mir immerwieder vor die Augen führen muss, wie zehn Gebote.
    Für mich sehr hilfreich. Danke noch mal

  3. Hallo Andreas,
    Ein sehr schöner Artikel über das Thema Lebenskrisen. Besonders gut gefallen hat mir Punkt 1 „Akzeptiere die Situation“. Den meisten fällt es schwer die neuen Gegebenheiten einfach hinzunehmen, sie denken, sie müssten dagegen ankämpfen. Dabei ist es hilfreich das Wort „Akzeptieren“ genau zu betrachten was es denn bedeutet. Es bedeutete die Situation anzunehmen, OHNE diese gut finden zu müssen, OHNE die Situation zu beschönigen.
    Oft haben die Menschen jedoch Schwierigkeiten konkrete Tipps in ihrer aktuellen Situation umzusetzen. Schnell kommt die Frage auf „Wie denn?“.

    Ich selbst habe einen Artikel mit zusätzlichen Tipps und dem konkreten WIE zum Thema „Lebenskrise meistern und als Entwicklungschance nutzen“ (https://motivationswecker.de/krise/lebenskrise-meistern-und-als-entwicklungschance-nutzen/) geschrieben.

    Vielleicht eine Inspiration für den einen oder anderen?

    Viel Erfolg,
    Sabine von motivationswecker.de

  4. Ich mag den Tipp, dass man neue Situationen akzeptieren muss. Das Leben ist voll von plötzlichen Veränderungen und es hilft nichts, wenn man in der Vergangenheit bleibt und nicht in die Zukunft schaut. Ich bin der Meinung, es ist eine große Hilfe, wenn man einen Psychologen hat, der ihn in solchen Lebenszeiten beraten kann.

  5. Lieber Andreas,

    Ein sehr fachlicher und zugleich menschlicher Artikel.

    So jemanden könnte man auch als Freund brauchen. Mit dieser Energie 🙂

    Liebe Grüße

  6. Vielen lieben Dank, für die Tipps. Das bringt mich einen grossen Schritt weiter, meine Gedanken wieder zu ordnen und alles auch ein wenig mehr in der Relation zu sehen. Auch ist mir das Zusammenspiel von Körper und Geist wieder so richtig bewusst geworden,

  7. Hallo

    ich musste vor 3 Monaten aus meiner WG ausziehen und wollte endlich meine eigene Wohnung haben – im Resultat hat das bei mir nun eine Wahnsinns-Krise ausgelöst. Ich bin 33, studiere seit 12 Jahren, und habe seit 2016 einen Job an der Universität – den ich dank eigener Initiative seit diesem Jahr Januar in eine unbefristete Teilzeitanstellung umgewandelt habe.
    Eigentlich hatte ich einen guten Plan: Ich wollte in meine eigene Wohnung ziehen (ohne Mitbewohner, denen ich ständig hinterher putzen muss, oder Vermieter, von denen ich abhängig bin), um dann endlich in Ruhe meinen verdammten Abschluss zu schaffen, meine Masterarbeit. Dazu die sichere Stelle an der Uni, die ich auch noch etwas hätte runterfahren können, um mir mehr Zeiten für die Masterarbeit freizuschaufeln.

    Dann kam mir bei der Wohnungssuche mein Perfektionismus in den Weg: ich habe mich trotz mehrerer guter Angebote am Ende für eine Wohnung entschieden, in der ich mich bis heute nicht wohl fühle. Die Konditionen sind so, dass ich renovieren musste ohne dafür eine Kompensation zu bekommen, sodass ich mich bis heute vom Vermieter total verarscht fühle (obwohl es eine Genossenschaft ist), und das Renovieren dieser Wohnung – für das ich mich nur durchringen konnte mit dem Ausblick, dass ich es in 1 Monat so schnell und günstig wie möglich durchziehe – hat länger gedauert, den Anblick für mich immer noch nicht herumreißen können, aber dafür in mir soviel Frust und Ekel ausgelöst, dass ich jedes Mal einen Anfall kriege, wenn ich in der Wohnung bin oder mich ihr nähere. Ich habe schlussendlich dadurch sämtliches Vertrauen darin verloren, dass ich für mich selbst gute Entscheidungen treffen kann.

    Ich habe am Ende des 2. Monats Renovieren dann Panikattacken bekommen, und zwar für die gesamte Bandbreite: Was tue ich hier eigentlich??????????? Ich muss weg, ich muss raus!!! Wer bin ich, was will ich?!?!?!

    Mir ist klar geworden, dass ich zu viele Baustellen auf einmal habe:
    – Eigentlich weiß ich immer noch nicht sicher, dass ich die Masterarbeit schreiben will – wohl aus dem Grund kann ich mich seit 2 Jahren nicht für ein Thema entscheiden bzw. finde jeden Tag ein neues, anderes
    – Ich identifiziere mich nicht mit dem Studium und wollte immer etwas anderes machen – habe mich aber nie getraut, abzubrechen, weil ich mir auch nie ganz sicher war, was ich stattdessen machen möchte und meine Komfortzone nicht verlassen wollte.. und auch jetzt habe ich RIESIGE ANGST vor dem großen Loch danach, wenn dann der Studienabschluss da ist.. dann stehe ich da und habe das Kapitel "Studium" beendet ohne zufrieden damit zu sein.. ohne mich als gefragte Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt zu fühlen (der Abschluss ist dann ein Master in Kunstwissenschaften) und erst recht nicht in der Lage, selbstbewusst aufzutreten, da ich ja von Tuten und Blasen eigentlich keine Ahnung habe.. und vor allem mein Herz mich zu Dingen zieht, für die ich keine Ausbildung habe, bei denen es nochmal JAHRE dauern würde, sie zu erlernen… und dann dort auch keine Sicherheit gegeben ist..
    – Ich weiß im Grunde nicht, was ich wirklich will bzw. traue mich auch nicht, das, wovon ich jahrelang geträumt habe (Kommunikationsdesign), umzusetzen, weil ich denke, dass ich dafür nicht gut genug bin und auch den Druck und Stress und die Unsicherheit damit nicht aushalten kann.. und ich auch eigentlich etwas "Größeres"undefined"Wichtigeres" darstellen will..
    – ich bin mit einer wahnsinnig lieben, aber auch überfürsorglich klammernden Mutter, einem aggressiv-rebellierendem Bruder (der jetzt obdachlos ist) und einem frostigen Vater aufgewachsen, in der Schule wurden wir immer auf "Be the best you can be" getrimmt.. und ich hatte immer wieder große Träume und keine Ahnung, wie ich sie umsetzen soll… alles immer diffus und wenig konkret, aber leuchtend und unerreichbar
    – Ich habe jahrelang in der Familie und Verwandtschaft die "Fassade" der brav studierenden Tochter aufrecht erhalten (aus Scham und um nicht genauso drangsaliert zu werden wie mein Bruder, der sich in seinem Nichtstun immer in Szene gesetzt hat).. ich habe mich dabei aber immer wieder selbst verleugnet und nicht in mich selbst hineingehorcht.. und dort dann auch nicht viel gefunden außer dieser riesigen ANGST vor dem Leben
    – Ich habe Angst vor dem Alleinsein – wegen der Verantwortung und weil dann alle diese obigen Gedanken wiederkommen
    – Ich bin mittlerweile auch nicht mehr glücklich in der Stelle, wo ich jetzt noch angestellt bin – und seit 3 Wochen krank geschrieben, oh Gott, auch hier habe ich eine Riesenangst, was ist, wenn ich es nicht schaffe, innerhalb der nächsten 2 Wochen alles auf die Reihe zu kriegen um dort wieder zu "funktionieren"? Oder mir bis dahin noch keine Klarheit verschafft habe, was ich will und was nicht.. – ich fühle mich dort nicht mehr gewertschätzt, sondern bei allen Gelegenheiten nur noch toleriert und daran "erinnert", dass ich Studentische Hilfskraft und nicht mehr bin als das… da hat mir die soziale Absicherung nun also auch nicht viel gebracht, wenn ich mich dort nicht mehr wohl fühle..
    – Inmitten all des Wohnungsdramas habe ich gemerkt, dass meine Gefühle auf und ab gehen bei dem Mann, der vor 1 Jahr in mein Leben getreten ist, den ich damals nicht ernsthaft haben wollte und auf Freundschaft+ gesetzt habe, weil ich innerlich noch an meiner letzten Beziehung fest hing (die hatte 3 Jahre gedauert und mit einem Heiratsantrag geendet, den ich abgelehnt habe, weil ich meinte, ihn nicht genug zu lieben – daran habe ich noch sehr lange geknabbert) – und dann dachte ich mir, oh nein, nicht schon wieder emotinale Abhängigkeit.. ich habe ihn in dieser Zeit sehr gebraucht und gleichzeitig gemerkt, wie sehr ich ihn mit meinem Verhalten belaste.. und dann hat er manchmal nicht geantwortet und ich habe Angst bekommen, dass er jetzt Schluss macht und das Interesse verloren hat.. und um wenigstens die Achterbahnfahrt zu beenden, um das andere anzugehen, habe ich dann gesagt, dass wir es vielleicht beenden sollten – aber als er dann darauf eingegangen ist, dieser Mensch, der soooo liebevoll, zärtlich und vor allem stark und gesund im Kopf war, ist mir doch das Herz gebrochen.. seitdem wird der Schmerz eigentlich wieder nur schlimmer, weil ich eingesehen habe, dass ich doch viel mehr Gefühle entwickelt hatte und mir auch schon eine Zukunft mit ihm ausgemalt hatte.. und all das ist nun einfach weg.

    Ich bin jetzt seit 2 Wochen krank geschrieben – und nochmal für weitere 3 – und habe schon verstanden, dass ich endlich ENTSCHEIDUNGEN treffen muss um weiterzukommen… und GENAU DABEI LIEGT ABER MEIN PROBLEM. Ich drehe mich im Kreis und jedes Mal, wenn ich etwas durchdacht habe und mir denke, mach es jetzt so. Direkt kommt der Gegengedanke oder es verlässt mich der gesamte Mut. Oder ich gehe ein paar Meter in die Richtung und bumms ist die Erschöpfung und Ernüchterung da.

    Es ist als wären nur noch Gegensätze in mir drin, da tobt ein gewaltiger innerer Kampf. Und alles ausgelöst dadurch, dass die Wohnung mir nicht gefällt?!?!?! Was ist da nur los und wie komme ich da wieder raus???? Ich drehe und drehe und drehe mich… Ich lese schon Selbsthilfebücher, ich rede mit Freunden, mit der Seelsorge.. ich schlafe gerade bei meiner Mutter (was mir teilweise auch hart auf das Selbstwertgefühl schlägt, mit 33 wieder auf die Mutter angewiesen zu sein).. und meine Sachen stehen alle in der neuen Wohnung, unausgepackt, unnötiger Ballast aus meinem bisherigen Leben… und ich drehe mich im Kreis, was ich jetzt mit der Wohnung mache und obundefinedwieundefinedworüber ich diese Masterarbeit schreiben soll..

    Und je länger die Entscheidung nicht fällt, desto schlimmer zieht sich der Knoten zusammen und je mehr weicht die ganze Energie aus den Panikattacken einer absoluten Resignation und Tristesse.. ich will da raus und schaffe es nicht…

    1. Lieber "Kopfkram",

      ich hoffe, es geht ihnen heute besser. Das klingt alles schon echt verzweifelt. So durcheinander wie Sie derzeit sind, benötigen Sie aber dringend professionelle Hilfe. Ich empfehle Ihnen eine Verhaltenstherapie.

      Liebe Grüße
      Sabine

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