Gewohnheiten die dein Leben verändern

Da bis zu 50% unseres Tages aus Gewohnheiten bestehen, bestimmen unsere Gewohnheiten die Qualität unseres Lebens. In diesem Artikel erfährst du zehn Gewohnheiten, die dein Leben verändern können.

Die meisten dieser Gewohnheiten sind kurz und benötigen weniger als fünf Minuten Aufwand. Die hier vorgestellten Gewohnheiten habe ich alle selbst ausprobiert bzw. praktiziere sie immer noch täglich.

Von ihrer Wirksamkeit bin ich überzeugt, kurzfristig brauchst du jedoch keine Wunder zu erwarten. Mittelfristig kann sich in deinem Leben Vieles zum Positiven verändern.

Dies ist der zweite Teil, der dreiteiligen Artikelserie über Gewohnheiten. In Teil eins geht es darum, zu verstehen, wie Gewohnheiten funktionieren und wie du Gewohnheiten entwickeln und verändern kannst. Du findest den Artikel hier: Gewohnheiten ändern

Der dritte Teil widmet sich der Morgenroutine.

„Zuerst formst du deine Gewohnheiten und dann formen deine Gewohnheiten dich“ – Rob Gilbert (amerikanischer Trickzeichner und Grafiker)

In diesem Artikel erfährst du:

  • Zehn Gewohnheiten, die dein Leben verändern können
  • Wie du diese Gewohnheiten am besten in dein Leben integrierst
  • Warum du eine Morgenroutine haben solltest

10 Gewohnheiten, die dein Leben verändern

1. Meditieren

Vielleicht denkst du, dass Meditation nichts für dich ist. Wenn dem so ist, solltest du deine Einstellung überdenken. Meditation bietet dir viele wissenschaftlich belegte Vorteile. Unter anderem wirst du:

  • deinen Alltag bewusster erleben
  • entspannter werden
  • besser mit Stress und Ängsten umgehen können
  • kreativer werden

Die Vorteile sind jedoch subtil und werden dir wohl nicht direkt auffallen.

Es gibt viele Arten der Meditation, um zu starten empfehle ich dir die klassische Zen-Meditation.

Nimm dafür Platz und mache es dir bequem, dass du fünf bis zehn Minuten sitzen kannst. Damit du nicht ständig daran denken musst, wieviel Zeit noch verbleibt, stelle dir einen Timer.

Nun beginnst du damit, dich bewusst auf deine Atmung und deinen Körper zu konzentrieren. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden deine Gedanken dabei immer wieder abdriften. Dies ist jedoch nicht weiter schlimm.

Sobald dir auffällt, dass du mit deinen Gedanken woanders bist, konzentriere dich wieder auf deinen Atem. Deine Atmung ist sozusagen der Anker, der dich aus dem Kopf, in die Gegenwart zurückholt.

Gute Zeitpunkte für die Meditation sind direkt nach dem Aufstehen oder vor dem Schlafengehen.

(Ich empfehle dir diesen Artikel, sofern du eine ausführlichere Anleitung brauchst)

2. Nimm fünf tiefe Atemzüge in deinen Bauch

In ihrem Alltag haben sich die meisten Leute eine flache Atmung in die Brust angewöhnt. Liegen sie jedoch entspannt auf der Couch, wird die Atmung oft tiefer, wobei sich die Bauchdecke hebt und senkt.

Atmen ist Leben. Je besser dein Körper mit Sauerstoff versorgt wird, umso leistungsfähiger ist er.

Achte darauf, mehrmals über den Tag verteilt fünf tiefe Atemzüge in deinen Bauch zu nehmen. Besonders in Situationen, in denen du ängstlich, gestresst oder nervös fühlst.

Die tiefe Bauchatmung wird dir helfen entspannt zu bleiben. Bist du alleine, kannst du mit einem kleinen Seufzer ausatmen. Dies sorgt für zusätzliche Entspannung.

(Hier findest du einen Artikel darüber, wie wichtig die richtige Atmung für unsere Gesundheit ist)

3. Lesen

Das Lesen von Büchern erweitert deinen Horizont und hat sogar die Macht, dein Weltbild komplett zu verändern. Egal ob du wissen willst:

Du kannst dir sicher sein, dass jede Menge tolle Bücher über diese Themen geschrieben wurden. Diese Bücher enthalten oft Schritt für Schritt Anleitungen, welche du nur noch umsetzen musst.

Ich empfehle dir jeden Tag zu lesen, wobei 15 Minuten pro Tag vollkommen ausreichen.

Du kannst damit beginnen, meinen kostenlosen Ratgeber über Ziele zu lesen. Darin erfährst du unter anderem:

  • Warum es so wichtig ist, Ziele zu haben
  • Wie du herausfinden kannst, was du in deinem Leben willst
  • Wie du dir richtig Ziele setzt
  • Wie du deine Ziele verwirklichst

4. Sehe dir die „222 positive Glaubenssätze in 60 Sekunden“ Videos an

Diese Videos sind ein „Espresso“ an guten Gedanken.

Innerhalb von ca. 30 Sekunden werden 222 positive Glaubenssätze angezeigt, welche von deinem Unterbewusstsein aufgenommen werden.

Die Videos sind selbsterklärend und es gibt sie zu verschiedenen Themen:

Du solltest sie nicht öfters als zweimal täglich ansehen, was in etwa einem Zeitaufwand von ein bis zwei Minuten entspricht. Somit sind diese Videos mit eine der kürzesten Gewohnheiten, die dein Leben verändern.

Du kannst gleich damit beginnen, dir das erste Video anzusehen:

5. Jeden Tag eine Sache anders/neu machen

Viele Wege führen nach Rom.

Wir haben uns jedoch oft auf einen einzigen Weg festgelegt und ignorieren die anderen Wege, obwohl sie teils kürzer oder viel schöner sind.

Ich möchte dich ermutigen jeden Tag eine Sache anders, bzw. etwas Neues zu machen. Es müssen keine großen Dinge sein, Kleinigkeiten reichen vollkommen aus:

  • Probiere eine neue Sportart aus
  • Nimm einen anderen Weg zur Arbeit
  • Probiere ein neues Restaurant aus/ein anderes Gericht in deinem Lieblingsrestaurant
  • Führe einen Smalltalk mit einer dir unbekannten Person

Im Idealfall kombinierst du diese Kleinigkeiten mit für dich großen Dingen, wie z.B. einer Reise in ein dir unbekanntes Land.

Lerne die Vielfalt an Möglichkeiten kennen, die unser Leben zu bieten hat. Du wirst lernen, dass die Dinge auch anders funktionieren.

Dadurch erweitert sich deine Flexibilität, was dir zukünftig helfen wird, sobald du vor einem Problem stehst: Du wirst nicht mehr versuchen stur mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern suchst automatisch nach anderen Wegen, dein Problem zu lösen.

Als weiterer Bonus wird sich dein Mut und Selbstvertrauen aufbauen.

(Weitere Tipps für mehr Mut erfährst du in diesem Artikel: Mutig sein)

6. Bewege deinen Körper

Dein Körper ist nicht dafür gemacht, acht Stunden pro Tag an einem Schreibtisch zu sitzen. Er ist dafür gemacht, dass du ihn bewegst. Nein, das bedeutet nicht, dass du jeden Tag 60 Minuten lang Joggen oder ins Fitnessstudio gehen musst.

Jeden Morgen eine kleine Routine zu haben, um deinen Körper in Schwung zu bringen, kombiniert mit wöchentlich zwei bis drei 30-60 Minuten Sporteinheiten deiner Wahl, reicht vollkommen aus.

Der Bonustipp ist, mehr Bewegung in deinen Alltag zu integrieren:

  • Das Auto stehen zu lassen und das Fahrrad zur Fortbewegung zu nutzen
  • Statt dem Aufzug die Treppen zu nehmen
  • Statt am Abend faul auf der Couch zu liegen, einen kleinen Spaziergang zu unternehmen. Das hilft dir zusätzlich dabei, vom Tag herunterzukommen.

7. Achte auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung

Was passiert, wenn du in ein Auto, welches mit Benzin fährt, Diesel tankst? Es wird zu einem Motorschaden kommen.

Du bist was du isst; deine Ernährung ist der Treibstoff für deinen Körper. Falls du nur Mist in dich hineinstopfst, brauchst du dich nicht zu wundern, dass dein Körper keine Leistung bringt.

Da du dies wahrscheinlich schon 1000x gehört hast, will ich dich mit diesem Thema nicht weiter langweilen. Einen Tipp möchte ich dir jedoch mit auf den Weg geben:

Egal ob dich Low-Carb, vegetarisch oder Paleo ernähren willst, das Wichtigste ist, dass du dich mit dieser Ernährungsform wohlfühlst und es dir einigermaßen schmeckt.

Es wird dir nichts bringen, sofern du dich die ganze Zeit dazu zwingen musst. Dauerhafte Verbote führen zu nichts. Belohne dich ab und zu.

8. Nutze positive mentale Bilder

Die ganze Zeit über laufen in unserem Kopf Bilder ab – bewusst oder unbewusst.

Diese mentalen Bilder sind bei den meisten Menschen negativ. Das bedeutet, sie sehen sich immer wieder scheitern, abgelehnt oder enttäuscht werden.

Wir werden zu dem, woran wir denken.

Durch negative mentale Bilder wirst du dich entsprechend verhalten. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das vorhergesehene negative Ereignis eintritt – quasi eine selbsterfüllende Prophezeiung.

Mentale Bilder funktionieren in beide Richtungen. Du kannst ihre Macht nutzen und dir bestimmte Situationen oder deine gewünschte Zukunft visualisieren.

Probiere es doch einmal aus, bevor du das nächstmal vor einer für dich unangenehmen Situation stehst:

  • Einem Bewerbungsgespräch
  • Einem Vortrag den du halten sollst
  • Wenn du einen attraktiven Menschen ansprechen willst

Nimm dir dafür ein paar Minuten Zeit und entspanne dich. Denke an das vor dir liegende Ereignis und sieh dich selbst dabei, wie du es meisterst.

Nimm es mit all deinen fünf Sinnen wahr. Mache die Bilder so bunt wie möglich und gehe voll in das gute Gefühl hinein.

Willst du z.B. einen Vortrag halten, sehe dich dabei:

  • Wie du souverän den Vortrag hältst
  • Wie die Teilnehmer anschließend zu dir kommen, weil ihnen dein Vortrag so gefallen hat
  • Wie begeistert die wichtigen Teilnehmer von deinem Vortrag waren

Je öfter du diese Technik anwendest, umso einfacher wird sie dir fallen. Außerdem werden mit der Zeit diese positiven mentalen Bilder immer mehr automatisch ablaufen.

Falls du mir nicht glauben solltest, ließ die Biografie von Arnold Schwarzenegger*. Darin beschreibt er deutlich, wie er diese Technik immer wieder angewandt hat. Er hatte ein klares mentales Bild von dem, was er wollte. Genauso oder in ähnlicher Weise traf es ein.

Neben den mentalen Bildern gehört dazu jedoch noch eine weitere Sache:

9. Tue jeden Tag etwas, um deinen Zielen näher zu kommen

Mentale Bilder schön und gut, doch von nichts kommt nichts.

Sitzt du den ganzen Tag in deinem Kämmerchen und visualisierst dir deine Ziele, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nichts passieren.

Um deine Träume zu verwirklichen benötigt es Aktion in der realen Welt. Positive mentale Bilder sind nur die Vorbereitung darauf.

Stelle dir jeden Tag folgende Frage: „Was ist die wichtigste Sache, die ich heute tun kann, um meinen Zielen näher zu kommen?“

Willst du deine Träume verwirklichen, empfehle ich dir, dir diese Frage nicht nur zu stellen, sondern ebenfalls die Antwort auf diese Frage umzusetzen.

10. Stelle dir positive Fragen

Jeder Mensch erschafft sich seine eigene Realität. Dies passiert unter anderem mit den Fragen, die wir uns selbst stellen.

Unser Gehirn ist wie Google. Stellst du dir eine Frage, wird dir dein Gehirn Antworten liefern. Leider stellen sich viele Menschen (unbewusst) die falschen Fragen:

  • „Warum passiert mir immer so etwas?“
  • „Was ist, wenn es schiefgeht?“
  • „Was stimmt mit mir nicht?“

Ich empfehle dir deinen Tag bewusst mit positiven Fragen zu starten und zu beenden. Dadurch wird sich dein Fokus auf das Positive in deinem Leben verändern und du wirst in Zukunft immer mehr davon wahrnehmen.

Nimm dir ein Blatt Papier oder besser ein spezielles Notizbuch und stelle dir folgende Fragen:

Morgens: „Für welche fünf Dinge bin ich heute dankbar?“

Abends: „Was waren heute meine fünf schönsten Erlebnisse?“

Notiere dir die Antworten im Idealfall schriftlich. Dies hat eine stärkere Wirkung.

Zusätzlich stelle ich mir aktuell vor dem Schlafengehen folgende zwei Fragen:

  1. Was habe ich heute gelernt?
  2. Welchen Menschen konnte ich heute weiterhelfen?

 

Wie du diese Gewohnheiten am besten in dein Leben integrierst

Du wirst dich jetzt vielleicht fragen, wann du diese Dinge umsetzen sollst, da du dafür „keine Zeit hast“.

„Keine Zeit“ gibt es nicht. Es gibt nur andere Prioritäten.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit liest du diesen Text, weil es in deinem Leben zumindest eine Sache gibt, mit der du aktuell nicht zufrieden bist.

Du bist heute dort wo du stehst, weil dich deine Handlungen der Vergangenheit dorthin geführt haben. Veränderst du nichts an deinem Verhalten, wird es so weitergehen wie bisher.

Dementsprechend ist mein Vorschlag, dass du dir eine dieser zehn Gewohnheiten, die dein Leben verändern, aussuchst und über einen Zeitraum von 30 Tagen ausprobierst.

Diese im Schnitt fünf Minuten wirst du wohl entbehren können oder? Falls nicht, überlege, wieviel Zeit du pro Tag beispielsweise auf Facebook vertrödelst.

Nach den 30 Tagen kannst du dich fragen, was es dir gebracht hat.

Falls du Spaß an der neuen Gewohnheit hattest und sie dich weitergebracht hat, kannst du sie beibehalten. Falls nicht, brauchst du sie nicht weiter auszuführen.

Egal wie du dich entscheidest, kannst du damit beginnen, eine weitere der hier vorgestellten Gewohnheiten auszuprobieren.

(In Teil eins der Artikelserie bekommst du eine genauere Anleitung wie du Gewohnheiten ändern und entwickeln kannst)

Die Wichtigkeit einer Morgenroutine

Die erste Stunde des Tages ist mit die Wichtigste, da sie unseren restlichen Tagesablauf mitbestimmt.

Wie sieht die erste Stunde deines Tages aus?

Musst du dich aus deinem Bett quälen, nach fünfmaligem Drücken der Schlummerfunktion? Oder springst du aus deinem Bett, voller Vorfreude auf deinen Tag?

Unsere Selbstdisziplin ist vergleichbar mit einem Gefäß voll Wasser. Nach dem Aufwachen ist es gefüllt, doch mit jeder Entscheidung die du triffst oder wenn du dich für eine Sache überwindest, nimmt der Inhalt dieses Glases ab.

Unsere Selbstdisziplin ist früh am Morgen am stärksten. Dementsprechend solltest du die Dinge, die dir am Wichtigsten sind, direkt frühmorgens erledigen. Entwickle eine neue Gewohnheit daraus.

(In diesem Artikel bekommst du weitere Tipps für mehr Selbstdisziplin und erfährst, wie du Selbstdisziplin lernen kannst)

Schaue dir diese Webseite an: Vieles von dem was du jetzt siehst, ist in der Zeit nach dem Aufstehen und vor meinem damaligen Hauptjob entstanden – als Teil meiner Morgenroutine.

Ich habe aus der Arbeit für meine Webseite eine Gewohnheit entwickelt. Eine Gewohnheit, die mein Leben verändert hat.

Ich empfehle dir jeden Morgen mit einer positiven Morgenroutine in den Tag zu starten. Wie diese aussehen soll, kannst du selbst entscheiden.

Du kannst zwei bis drei der hier vorgestellten Gewohnheiten verwenden und die restliche Zeit dafür nutzen, deinen Träumen näher zu kommen.

Selbst wenn du für eine Morgenroutine früher aufstehen musst, lege ich sie dir ans Herz. Eine Morgenroutine ist eine Gewohnheit, die dein Leben verändert.

PS: Willst du früher aufstehen ist das Letzte was du tun solltest an deinem Schlaf zu sparen. Willst du eine Stunde früher aufstehen, gehe eine Stunde eher ins Bett.

Fazit – Gewohnheiten, die dein Leben verändern

Dein Leben ist die Summe deiner Gewohnheiten. In diesem Artikel wurden dir zehn Gewohnheiten vorgestellt, die dein Leben positiv verändern können.

Nimm dir nicht zu viel auf einmal vor und integriere diese Gewohnheiten nach und nach in dein Leben.

Unterschätze nicht die Macht einer Morgenroutine. Diese ist mit eine der mächtigsten Gewohnheiten, die dein Leben verändern können.

Was hast du für positive Gewohnheiten? Über einen Kommentar würde ich mich sehr freuen.

Ich hoffe dir hat dieser Artikel über Gewohnheiten, die dein Leben verändern gefallen. Konntest du etwas aus ihm mitnehmen, wäre ich dir dankbar, wenn du diesen Artikel mit deinen Freunden teilst.

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