Körper, Geist und Seele in Einklang bringen

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Sowohl in der Psychologie, der Philosophie und der Religion wird – seit teils tausenden von Jahren – über dieses Thema geschrieben. Dies führt dazu, dass sehr viel hineininterpretiert werden kann.

Unter „Körper, Geist und Seele in Einklang bringen“ verstehe ich eine Art Lebens-Balance, die dazu führt, in seiner Mitte zu leben. Das bedeutet, sich bewusst um ein ausgewogenes Verhältnis der Teilbereiche seines Lebens zu kümmern.

Wenn in der Vergangenheit ein Teilbereich meines Lebens überhandnahm oder vernachlässigt wurde, führte dies dazu, dass es mir nicht gut ging.

„Vermeidet die Extreme. Gebt euch weder hemmungslosem Genuss, noch der Selbstqual hin. Nur der mittlere Weg führt zur Heilung, zur Ruhe, zum Überblick, zum Erwachen.“ – Buddha

In diesem Artikel lernst du:

  • Wie du deinen Körper zu Höchstleistungen bringst, ohne ihm zu schaden
  • Warum du deinen Geist fordern und dich ständig weiterentwickeln solltest
  • Warum du auf deine Bedürfnisse achten solltest
  • Wie du auf eine Balance der Teilbereiche deines Lebens achten kannst
  • Wie du dieses Konzept in deinen Alltag integrierst

Teil 1: Körper – Achte auf deinen Körper, du hast nur den Einen!

Willst du deinen Körper zu Höchstleistungen bringen, darfst du folgende drei Dinge beachten:

  • Für ausreichend Bewegung sorgen
  • Dich gesund ernähren
  • Auf genügend Erholung achten

Da es den Rahmen dieses Artikels sprengen würde, gehe ich hier nur auf die Grundlagen ein.

Falls du mehr über die Themen Sport, Ernährung und Erholung wissen möchtest, empfehle ich dir den Blog von meinem Freund und Bloggerkollege Felix.

Bewege deinen Körper

Dein Körper ist nicht dafür gemacht, pro Tag 8 Stunden an einem Schreibtisch zu sitzen. Er ist dafür da, dass du ihn bewegst! Eine regelmäßige, sportliche Betätigung macht glücklich, da beim Sport Glückshormone (Serotonin) freigesetzt werden.

Entwickle die Gewohnheit, mindestens 3x pro Woche für 60 Minuten Sport zu treiben. Weißt du nicht, welche Sportart du ausführen sollst, probiere verschiedene Sportarten aus. Wichtig ist, dass dir dieser Sport Spaß macht. Macht er dir kein Spaß, sodass du dich regelmäßig dazu zwingen musst, probiere etwas Neues.

Es gibt so viele unterschiedliche Sportarten, dass auch du mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Sportart finden wirst, die dir Spaß macht. Teamsportarten können durch die Interaktion mit andern Menschen besonders motivierend sein.

Baue regelmäßig Bewegung in deinen Alltag ein: So kannst du beispielsweise mit dem Rad zur Arbeit/Uni fahren oder statt dem Aufzug und der Rolltreppe die normalen Treppen nehmen.

Durch Sport verbesserst du deine Körperhaltung. Das schützt dich vor Rückenschmerzen, lässt dich attraktiver wirken und beeinflusst so deine Psyche positiv, da sich deine Gefühle deiner Körperhaltung anpassen.

Hier ist ein interessanter TED Talk zu dem Thema:

Betreibe den Sport auf einem Level, dass er dich in deinem Leben unterstützt. Bei mir war dies oft nicht der Fall: Ich trainierte mehr, als dass es gut für mich war und schadete mir selbst mehr damit. Der Sport gab mir keine Energie für meinen Alltag, er kostete mich welche.

Fühlst du dich ausgebrannt, mache im Zweifel eine Trainingspause und gehe stattdessen in der Natur spazieren.

Du bist, was du isst

Tankst du in ein Auto Diesel, welches Benzin benötigt, wird es danach einen Motorschaden haben.

Genauso verhält es sich mit unserer Ernährung: Sie ist der Treibstoff für unseren Körper. Ernährst du dich dauerhaft ungesund, wirst du dich deutlich schlechter fühlen, als wenn deine Ernährung ausgewogen ist.

Eine gesunde Ernährung kann einfach sein, da es nur einige Grundsätze gibt, an die du dich halten musst:

  • Fühle dich wohl mit deiner Ernährung. Sofern du dich kohlenhydratarm ernähren willst, ernähre dich kohlenhydratarm. Willst du dich vegetarisch ernähren, ernähre dich vegetarisch. Willst du auf Milchprodukte verzichten, verzichte darauf.
  • Jeder Körper ist unterschiedlich. Was der Eine gut verträgt, kann für den Anderen unverträglich sein. Probiere eine Sache mindestens 30 Tage lang aus und achte darauf, wie sich dein Körper verhält.
  • Nimm ausreichend Flüssigkeit zu dir. Trinke mindestens zwei Liter pro Tag, bzw. an heißen Tagen mindestens drei. Der Großteil dieser Flüssigkeit sollte aus Wasser oder ungesüßtem Tee bestehen.
  • Iss viel frisches Obst und Gemüse. Obst und Gemüse enthalten sehr viele Vitamine und Mineralien. Wenn es mal schnell gehen muss, kannst du dir daraus einen leckeren Smoothie zubereiten.
  • Verzichte weitgehend auf einfache Kohlenhydrate wie Zucker, Brot oder Nudeln aus Weißmehl. Einfache Kohlenhydrate lassen den Insulinspiegel schnell ansteigen. Dies führt kurzfristig zu Müdigkeit und kann langfristig zu Diabetes führen.Als Alternative zu einfachen Kohlenhydraten kannst du ballaststoffreiche Kohlenhydrate wie Vollkornprodukte zu dir nehmen.
  • Meide Transfette. Das sind künstlich gehärtete Fette, welche in Wurst, Chips oder Margarine enthalten sind. Durch den Konsum von Transfetten erhöht sich das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erheblich. In einigen amerikanischen Städten, wie New York, sind Transfette bereits seit mehreren Jahren verboten.
  • Iss langsam und vor allem bewusst. Gerne lenken wir uns beim Essen mit Fernsehen, Internet oder Gesprächen ab. Dies führt dazu, dass wir unser Sättigungsgefühl nicht mitbekommen und mehr essen, als wir benötigen. Dies kann zu Übergewicht führen.

Erhole dich ausreichend

Ich hatte Jahre lang mit Schlafstörungen bzw. einem sehr oberflächlichen Schlaf zu kämpfen. Dementsprechend fehlte mir tagsüber oft die Energie, meinen Projekten nach zu gehen.

Wenn du das Internet nach Tipps für einen besseren Schlaf durchsuchst, wirst du unter anderem Folgendes finden:

  • Feste Zu-Bett-Geh-Zeiten haben
  • Einen Blaulichtfilter für Bildschirme verwenden
  • Die richtige Raumtemperatur haben
  • Keine koffeinhaltigen Getränke ein paar Stunden vor dem Schlafen gehen trinken

Diese Dinge haben alle ihre Daseinsberechtigung, behandeln aber oftmals nur die Symptome und nicht die Wurzel.

Die Wurzel ist viel Stress verbunden damit, sich nicht entspannen zu können.

Du wirst dir jetzt vielleicht denken, wie es möglich sein soll, sich nicht entspannen zu können. Aber es ist kein Witz: Ich habe erst in diesem Jahr gelernt, meinen Körper bewusst entspannen zu können.

Entspannen können ist eine Fähigkeit, die jeder Mensch lernen bzw. verbessern kann. Dafür kann ich dir progressive Muskelentspannung empfehlen. Geführte Anleitungen kannst du kostenlos z.B. hier herunterladen.

Dein Körper erholt sich im Schlaf. Wenn du dich bewusst entspannen kannst, wird dein Schlaf viel erholsamer werden.

Oft versuchen Leute am Schlaf zu sparen, doch damit schaden sie sich nur selbst. Dies führt unter anderem zu Konzentrationsschwierigkeiten, weniger Selbstdisziplin und einer verminderter, geistiger Leistungsfähigkeit. Achte darauf, dass du genügend schläfst.

Teil 2: Geist – Fordere deinen Geist

Wie stellst du dir das Paradies vor? Viele Leute antworten auf diese Frage mit so etwas wie „den ganzen Tag am Strand liegen und Cocktails schlürfen“. Dies mag für ein paar Wochen schön sein, aber irgendwann entwickelt sich das Paradies zur Hölle.

Der Geist ist dafür da, gefordert und beschäftigt zu werden. Wenn wir nicht wissen, was wir tun sollen, wird die Langeweile schnell zu Frust. Dementsprechend ist es wichtig, Ziele zu haben und darauf zuzuarbeiten.

Probiere viel Neues aus und bilde dich regelmäßig weiter. Lies Bücher und besuche Fortbildungen zu Themen, die dich interessieren bzw. an denen du aktuell arbeitest. Nie war es so einfach an Wissen zu kommen, wie in der heutigen Zeit. Höre niemals auf, dich weiter zu bilden.

„Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück.“– Laozi (chinesischer Philosoph)

Deine Arbeit ist eine weitere Möglichkeit, deinen Geist zu fordern. Ein großer Teil unseres Lebens besteht aus Arbeit. Verständlich, denn wir müssen uns unseren Lebensunterhalt finanzieren.

Im Idealfall gehst du einer Arbeit nach, die du liebst. Wir leben in einem Land, in dem wir die Möglichkeit dazu haben. Dadurch beanspruchst du nicht nur deinen Geist, sondern tust deiner Seele auch etwas Gutes.

Teil 3: Seele – Deine Seele sehnt sich nach dem, was du liebst

Dieser Teilbereich lässt sich einfach zusammenfassen: Finde heraus, was du liebst und tue dies regelmäßig.

Nimm dir ausreichend Zeit für dich selbst und sorge dafür, dass deine Bedürfnisse befriedigt werden. Tue das, worauf du Lust hast. Dies kann z.B. sein:

  • Zeit verbringen mit den Menschen, die dir gut tun
  • Dir ein Dessert bzw. ein nicht so gesundes Essen gönnen
  • In die Sauna gehen
  • Dir eine Massage geben lassen
  • Regelmäßig Urlaub machen
  • Zeit mit deinem Kind verbringen
  • Eine Folge deiner Lieblingsserie ansehen
  • Ein Fussballspiel deiner Lieblingsmannschaft verfolgen
  • Pokémon Go spielen

Was dir Spaß macht, weißt nur du. Was andere Leute dazu sagen bzw. denken ist egal. Wichtig ist, dass es dir Spaß macht!

Im Optimalfall hat die „Seele“ Einfluss auf den „Körper“ sowie den „Geist“. Wenn du z.B. eine Arbeit hast, die dich erfüllt (Geist) oder einen Sport betreibst, der dir viel Spaß macht (Körper).

Das ist der Grund dafür, dass mich mein Leben immer mehr erfüllt.

Die Seele ist der Bereich meines Lebens, der oft zu kurz kam: Überdiszipliniert versuchte ich meine Ziele zu erzwingen. Fast alles, was mir Spaß machte, strich ich aus meinem Leben, um in der Zeit „sinnvollere“ Dinge (Körper/Geist) zu tun. Rückwirkend betrachtet stand ich 2x kurz vor dem Burnout, da ich meine Bedürfnisse komplett ignoriert habe.

Deshalb achte darauf, dir ausreichend Zeit für dich selbst zu nehmen und in dieser Zeit Dinge zu tun, die du liebst bzw. welche dir gut tun.

8 Tipps, um dieses Konzept in den Alltag zu integrieren

Um dieses Konzept in deinen Alltag zu integrieren benötigst du vor allem eine Sache: Selbstdisziplin.

Disziplin, dass du…

  • …dich gesund ernährst
  • …regelmäßig Sport treibst
  • …dich regelmäßig weiterbildest
  • …dir ausreichend Zeit für dich gönnst

Allgemein spielt deine Selbstdisziplin eine große Rolle, in wie weit du Glück und Erfüllung in deinem Leben empfindest.

Willst du deine Selbstdisziplin erhöhen empfehle ich dir meinen Email Kurs für mehr Selbstdisziplin. Du kannst ihn dir hier kostenlos zukommen lassen:

Des Weiteren können dich diese 8 Tipps dabei unterstützen, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen:

1. Starte den Tag mit etwas Sport. Du musst nicht 60 Minuten Joggen gehen, 5 Minuten Bewegung – wie etwas Stretching oder Eigenkörpergewichtsübungen – reichen vollkommen aus (Körper).

2.Wenn du im Büro arbeitest oder den ganzen Tag sitzt, stehe – falls möglich – 1x pro Stunde von deinem Stuhl auf und bewege dich etwas (Körper).

3. Plane deine Ernährung für den Tag vorab. Dies hilft dir, Versuchungen zu widerstehen und dich gesünder zu ernähren (Körper).

4. Achte darauf, 5x pro Woche mindestens 30 Minuten in deine Weiterbildung zu investieren (Geist).

5. Nimm dir jeden Tag mindestens eine Stunde für dich selbst. Tue in dieser Zeit das, was du liebst (Seele).

6. Gehe vor dem Schlafen gehen bewusst deinen Tagesablauf noch einmal durch. Achte darauf, mit welchen Aktivitäten du Körper, Geist und Seele angesprochen hast. Das hilft dir, Bewusstheit für dieses Konzept zu schaffen.

7. Falls du am nächsten Morgen früh aufstehen musst, sei diszipliniert und gehe rechtzeitig ins Bett. Sorge dafür, dass du den Schlaf bekommst, den du benötigst (Körper).

8. Achte auf dich! Geht es dir dauerhaft nicht gut , dann hinterfrage, ob du einen Teilbereich deines Lebens in den letzten Wochen vernachlässigt hast. Sollte es so sein, habe den Mut etwas zu verändern..

Ein Beispieltag aus meinem Leben – 10. September 2016

Es folgt ein Beispieltag aus meinem Leben. Fairerweise möchte ich betonen, dass mir der Beispieltag komplett zur freien Verfügung stand.

Wenn du in einem Angestelltenverhältnis arbeitest oder Kinder großziehst, hast du in der Regel mehr Verpflichtungen. Dennoch ist es möglich, dieses Konzept in seinen Alltag zu integrieren.

  • Gegen 8:30 stehe ich auf. Ich bin ausgeschlafen, weil ich darauf geachtet habe, genügend Schlaf zu bekommen (Körper).
  • Nach dem Aufstehen gehe ich auf den Balkon, um für 10 Minuten zu Meditieren (Geist), sowie 5 Minuten Yoga zu machen (Körper/Geist). Danach geht es für eine Laufeinheit raus in die Natur (Körper/Seele).
  • Nach einer Dusche und einem Smoothie zum Frühstück (Körper), geht es in die Universitätsbibliothek, um diesen Artikel zu Ende zu schreiben (Geist/Seele).
  • Jede Stunde mache ich eine kurze Pause, um mich etwas zu bewegen (Körper).
  • Nachdem der Artikel fertig ist, gehe ich zum Thailänder, um etwas zu essen (Körper).
  • Anschließend treffe ich mich mit Freunden, um mit ihnen das gute Wetter zu genießen und etwas Beachvolleyball zu spielen (Körper/Seele).
  • Wieder zuhause angekommen koche ich mir ein gesundes Essen (Körper).
  • Am Abend gehe ich endlich mal wieder in einen Nachtclub tanzen (Seele). Davor lese ich in einem Buch über ein Thema, an dem ich gerade arbeite (Geist).
  • Da ich am nächsten Tag gegen 9:30 aufstehen möchte, um direkt ins Fitnessstudio zu gehen (Körper/Seele), achte ich darauf, zeitig im Bett zu sein, um genug Schlaf zu bekommen (Körper).

Körper, Geist und Seele in Einklang bringen – Fazit

Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen ist für mich eine Art Lebens-Balance, die mein Leben stark zum Positiven verändert hat. In einem Satz ausgedrückt bedeuten die einzelnen Teilbereiche:

  • Bewege dich, achte auf deine Ernährung sowie auf genügend Erholung (Körper)
  • Sei ambitioniert und bilde dich weiter (Geist)
  • Finde heraus, was du liebst und tue es (Seele)

Wichtig ist, dass du all diese Dinge regelmäßig tust – am besten jeden Tag. Achte darauf, dass kein Teilbereich deines Lebens dauerhaft vernachlässigt oder überstrapaziert wird. Falls dies bei mir vorkam, wurde ich dadurch immer unglücklich.

Lasse die Seele immer mehr Auswirkungen auf Körper und Geist haben, z.B. durch eine Arbeit und eine Sportart, welche du liebst. Meiner Erfahrung nach ist das der Schlüssel zum Glück.

Ich hoffe, dir hat der Artikel gefallen. Über einen Kommentar und/oder das Teilen des Artikels würde ich mich sehr freuen.

2018-04-24T15:35:58+00:00

2 Comments

  1. Nadin Conrad 29. Mai 2018 um 11:29 Uhr - Antworten

    Sehr schöner Artikel! Ich fange noch heute an es auszuprobieren! 🙂

    • Andreas 29. Mai 2018 um 11:32 Uhr - Antworten

      Hi Nadin, so wird es gemacht: Neue Dinge direkt umzusetzen 🙂 Viel Erfolg!

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