Willst du dein Leben verändern? Ändere deine Gewohnheiten!

Gewohnheiten ändern

Ich bin dein ständiger Begleiter.

Ich bin dein größtes Kapital oder deine schwerste Last.

Ich werde dich zum Erfolg hochheben oder zur Enttäuschung niederdrücken.

Ich bin dir zu Befehl.

Die Hälfte der Dinge, die du tust, könntest du genauso gut mir überlassen, denn ich kann sie schnell, richtig und gewinnbringend erledigen.

Ich bin leicht zu handhaben, solange du streng zu mir bist.

Die Großen habe ich großgemacht.

Die Versager habe ich zu Versagern gemacht.

Ich bin keine Maschine, wenngleich ich mit der Präzision einer Maschine und der Intelligenz eines Menschen arbeite.

Durch mich kannst du Erfolg haben oder untergehen.

Zeige mir, wie du es gerne hättest. Lehre mich. Trainiere mich.

Führe mich. Belohne mich.

Und dann werde ich es … automatisch tun.

Ich bin dein Diener.

Wer bin ich?

Ich bin eine Gewohnheit.

Der Verfasser dieser Zeilen ist unbekannt. Da bis zu 50% unseres Tages aus Gewohnheiten bestehen, treffen diese Worte jedoch genau ins Schwarze.

Deine Gewohnheiten bestimmen die Qualität deines Lebens. Es ist nichts anderes als eine Gewohnheit:

  • Ob du Sport treibst
  • Wie du dich ernährst
  • Ob du dich deinen Ängsten stellst
  • Wann du morgens aufstehst
  • Ob du etwas für deine Ziele tust

Du bist die Summe deiner Gewohnheiten. Willst du dein Leben verändern, ändere deine Gewohnheiten. Wie dir das gelingt, erfährst du in diesem Artikel.

Dies ist der erste Teil der dreiteiligen Artikelserie über Gewohnheiten. In Teil eins geht es darum, Gewohnheiten zu verstehen und wie du sie dir zu nutzen machen kannst. In Teil zwei erfährst du Beispiele für positive Gewohnheiten, die dein Leben verändern können.

Der dritte Teil widmet sich der Morgenroutine.

In diesem Artikel lernst du:

  • Was Gewohnheiten sind und wie sie entstehen
  • Woher du deine Gewohnheiten hast
  • Wie Gewohnheiten funktionieren
  • Wie du neue Gewohnheiten entwickelst
  • Wie du schlechte Gewohnheiten ändern kannst
  • Warum du kein Sklave deiner Gewohnheiten sein solltest

Was sind Gewohnheiten und wie entstehen sie?

Gewohnheiten sind Reaktionsweisen auf einen bestimmten Auslösereiz, die durch Wiederholung gefestigt werden und nach einem gewissen Zeitraum quasi automatisch ablaufen. Es gibt Gewohnheiten des Denkens, des Fühlens oder des Verhaltens.

„Die Gewohnheit ist ein Seil. Wir fügen jeden Tag einen Faden hinzu, und schließlich können wir es nicht mehr zerreißen.“ – Thomas Mann (deutscher Schriftsteller)

Unser Gehirn läuft auf Hochtouren, sobald wir eine neue Sache ausführen. Je öfters wir diese Sache in Zukunft wiederholen, umso besser kann unser Gehirn abschätzen, was uns erwartet und wie die Sache abläuft.

Da unsere Ressourcen begrenzt sind, nimmt unsere Gehirnaktivität immer weiter ab, je öfters wir diese Sache wiederholen. Nach und nach bildet sich dadurch eine neue Gewohnheit, welche die Tätigkeit übernimmt, sobald sie anfällt. Währenddessen laufen wir meist auf Autopilot.

Das Autofahren ist ein gutes Beispiel: In deinen ersten Fahrstunden musstest du dich wahrscheinlich extrem konzentrieren, inzwischen klappt es jedoch mühelos.

Gewohnheiten sind nicht pauschal gut oder schlecht.

Hast du die richtigen Gewohnheiten in deinem Leben integriert, kannst du gar nicht anders, als erfolgreich zu werden und deine Ziele zu erreichen. Leider verhält es sich mit negativen Gewohnheiten ähnlich und du wirst dich immer wieder selbst sabotieren.

Doch du kannst beruhigt sein: Es ist möglich, neue, positive Gewohnheiten zu entwickeln und alte, schlechte Gewohnheiten zu ändern.

Woher hast du deine Gewohnheiten?

Kinder lernen durch spiegeln. Sie kopieren das Verhalten der Menschen in ihrer Umwelt und machen es nach. Du hast bestimmtes Verhalten irgendwann aufgeschnappt und kopiert. Kommst du in eine ähnliche Situation, wird dieses Verhalten wieder abgerufen.

Deine tiefsten Gewohnheiten hast du unbewusst von deinen Erziehungsberechtigten übernommen.

In der Regel ist unsere Mutter unsere stärkste Bezugsperson in der Kindheit, vor allem in den prägenden ersten Lebensjahren. In einem Buch las ich dementsprechend folgende Aussage: „Du bist Mama!“

Als ich diese Aussage hinterfragte, fielen mir tatsächlich viele Gemeinsamkeiten auf – und nicht alle dieser Gemeinsamkeiten waren zu meinem Vorteil.

Vielleicht hattest du Glück und es sind ausschließlich Dinge, die dich in deinem Leben unterstützen. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch hoch, dass ebenfalls Gewohnheiten dabei sind, die eher destruktiv für dich sind.

Wurde dir beispielsweise als kleines Kind immer wieder gesagt, dass du bestimmte Sachen nicht kannst, wird sich eine Denkgewohnheit gebildet haben, die immer wieder ausgelöst wird, wenn du vor einer neuen Sache stehst. Im schlimmsten Fall führt diese Denkgewohnheit dazu, dass du diese Sache nicht ausprobierst, weil du es „eh nicht kannst“.

(So können Selbstzweifel entstehen. Hier erfährst du, wie du Selbstzweifel überwinden kannst)

Im Laufe deines Lebens bilden sich nach und nach neue Gewohnheiten, welche dazu geführt haben, dass du heute die Person bist, die du bist.

Übernimm die Verantwortung für deine derzeitige Situation

Es ist möglich seine Gewohnheiten zu ändern und damit sein Leben. Wie das geht, wirst du gleich erfahren. Vorher liegt mir jedoch eine Sache auf dem Herzen:

Vielleicht hast du beim Lesen des letzten Absatzes Wut auf deine Erziehungsberechtigten gespürt und gibst ihnen die Schuld für deine derzeitige Situation. Durch ein solches Denken begibst du dich in eine Opferrolle, womit du dir nur selbst schadest.

Sei deinen Erziehungsberechtigten nicht böse, hätten sie es besser gewusst, hätten sie es anders gemacht. Sie haben es wahrscheinlich nicht anders von ihren Erziehungsberechtigten gelernt.

Bist du dir deinen Mustern bewusst, kannst du aus diesem Teufelskreislauf ausbrechen, der womöglich seit Generationen weitergegeben wird. Du kannst dich bewusst dafür entscheiden, was du deinen Kindern weitergeben möchtest.

Der erste Schritt ist, deine aktuelle Situation zu akzeptieren und die Verantwortung für sie zu übernehmen. Nur so kannst du dein Leben verändern.

(Hier erfährst du, wie es dir gelingt für dein Leben die Verantwortung zu übernehmen)

Wie lange dauert es, eine neue Gewohnheit zu entwickeln?

Bevor du damit beginnst deine Gewohnheiten zu verändern, empfehle ich dir zuerst bewusst zwei bis drei dich unterstützende Gewohnheiten zu entwickeln. Dadurch wirst du besser verstehen, wie Gewohnheiten funktionieren.

Laut pauschalen Aussagen soll es 21-30 Tage dauern, bis wir eine neue Gewohnheit entwickelt haben. Gemäß einer Studie dauerte es bei den Testpersonen jedoch zwischen 18 und 254 Tagen, bis sie die neue Gewohnheit verinnerlicht hatten.

Auf zwei Dinge kommt es dabei an:

  1. Welche Gewohnheit du entwickeln willst. Kleine Gewohnheiten (wie täglich 10 Liegestützen auszuführen) werden schneller verinnerlicht, als große Gewohnheiten (wie täglich zwei Stunden zu meditieren).
  2. Welcher Typ Mensch du bist und welche Erfahrungen du bisher gemacht hast. Das bedeutet z.B. wie diszipliniert du bist oder ob du bereits Erfahrungen mit Gewohnheiten hast.

Sofern du 150kg wiegst, bisher kein Sport getrieben und nie auf deine Ernährung geachtet hast, wird es länger als 21 Tage dauern, einen gesunden Lifestyle in dein Leben zu integrieren – sorry, falls dir etwas Anderes erzählt wurde.

Gewohnheiten entwickeln – So gelingt es dir

Wollen wir eine neue Gewohnheit entwickeln, brennen wir zu Beginn meist vor Motivation. Dementsprechend klappt es in den ersten Tagen mühelos, das zu tun, was für die neue Gewohnheit notwendig ist.

Nach fünf bis zehn Tagen holt uns der Alltag ein. Dies kann dazu führen, dass unsere guten Vorsätze schnell vergessen werden und nichts mehr dafür getan wird – die Neujahresvorsätze lassen grüßen.

Lässt unsere Motivation nach, ist die Zeit der Selbstdisziplin gekommen.

„Als ich etwas über das Leben großer Menschen las, fand ich heraus, dass der erste Sieg, den sie errangen, der über sich selbst war; Selbstdisziplin war ihnen allen am wichtigsten.“ – Harry S. Truman (ehemaliger amerikanischer Präsident)

Der Mensch tendiert dazu, die kurzfristige Belohnung dem vorzuziehen, was uns langfristig besser tun würde: Es ist bequemer auf der Couch zu liegen und sich eine Pizza in den Ofen zu schieben, als eine Stunde Joggen zu gehen und sich anschließend etwas Gesundes zu kochen.

Oft müssen wir uns überwinden, die Dinge zu tun, die uns unseren Zielen näherbringen. Bei Gewohnheiten verhält es sich ähnlich: Die kritische Zeit beginnt meist bei Tag fünf und endet bei Tag 25.

Um es dir so einfach wie möglich zu machen, empfehle ich dir zwei Dinge:

  1. Fang einfach an: Oft ist es die Überwindung selbst, die am schlimmsten ist. Sobald wir uns überwunden haben, ist es häufig halb so schlimm und kann sogar Spaß machen.
  2. Starte klein: Es wird dir leichter fallen dich zu überwinden, nur 10 Minuten zu lesen, anstatt 60 Minuten. Sobald die Gewohnheit einigermaßen gefestigt ist (nach 30-60 Tagen), kannst du das Volumen erhöhen.

(Hier findest du weitere Tipps und erfährst, wie du Selbstdisziplin lernen kannst)

Der Aufwand um Gewohnheiten zu entwickeln, kann mit dem Start einer Rakete verglichen werden: Eine Rakete braucht den meisten Treibstoff, wenn sie die Umlaufbahn verlässt. Sobald sie im Weltraum ist, fliegt sie fast von alleine.

Ähnlich verhält es sich mit Gewohnheiten: Der Treibstoff ist unsere Motivation und Selbstdisziplin.

Welche Gewohnheit ich gerade entwickle

Das Schreiben war für mich eine Art Hass/Liebe – und ist es teils immer noch. Auf der einen Seite gibt mir das Schreiben unglaublich viel, auf der anderen Seite kostet es mich manchmal viel Kraft, mich dazu zu überwinden.

Aus diesem Grund beschloss ich vor rund fünf Monaten, eine Gewohnheit daraus zu machen: Jeden Tag wollte ich mindestens 30 Minuten lang schreiben.

Dies habe ich trotz einiger Ausnahmen durchgezogen und schreibe inzwischen meist über 60 Minuten pro Tag. Es fällt mir definitiv leichter mich hinzusetzen und zu schreiben, an manchen Tagen fällt es mir jedoch immer noch schwer.

Ironischerweise schreibe ich gerade diese Zeilen, weil ich mich an einem wunderschönen Sonntagnachmittag dazu gezwungen habe.

Wie kannst du schlechte Gewohnheiten ändern?

Der erste Schritt eine Gewohnheit zu ändern ist, sich dieser bewusst zu sein. Dafür empfehle ich dir, ehrlich mit dir selbst zu sein und deine Gewohnheiten immer wieder zu hinterfragen:

  • Was hast du für Gewohnheiten?
  • Willst du sie überhaupt haben?
  • Unterstützt dich die Gewohnheit oder sabotieren sie dich in deinem Leben?

Das Ganze ist ein laufender Prozess, da dir deine Gewohnheiten wohl erst nach und nach bewusst werden.

Wie weiter oben geschrieben ist ein Vergleich mit deinen Erziehungsberechtigten sinnvoll, um Gewohnheitsmuster aufzudecken.

Sprich außerdem mit guten Freunden, da diese uns teils besser kennen und objektiver einschätzen können, als wir uns selbst. Das hat mit dem blinden Fleck zu tun, durch welchen wir uns in einem guten Licht sehen wollen.

Um dir deinen tiefsten Gewohnheiten bewusst zu werden, wirst du tief graben müssen. Dies kann schmerzhaft sein, ist jedoch jede Anstrengung wert.

Bist du dir einer Sache bewusst, kannst du sie verändern, was in der Regel jedoch nicht von heute auf morgen funktioniert. Wenn du ein bestimmtes Verhalten 20 Jahre lang ausgeführt hast, kannst du nicht erwarten, dass sich dein Verhalten über Nacht verändert.

Führen wir eine Gewohnheit aus, laufen wir in den meisten Fällen auf Autopilot:

Du fährst quasi auf einer Autobahn mit 200kmh auf dein Ziel zu. Verändert sich plötzlich dieses Ziel, ist die Chance groß, dass du die entsprechende Ausfahrt verpassen wirst. Dies wird dir erst auffallen, nachdem du die Ausfahrt verpasst hast und es bereits zu spät ist.

Willst du eine Gewohnheit ändern, sei im Idealfall zu 100% bei der Sache. So wird dir die Ausfahrt auffallen und du kannst dich bewusst für sie entscheiden. Es ist nicht schlimm, falls du die Ausfahrt verpasst, solange es dir hinterher auffällt. Irgendwann wird es dir vorher auffallen und du wirst die gewünschte Ausfahrt nehmen.

In einigen Fällen wirst du die Möglichkeit haben zu wenden und zu der Ausfahrt zurück zu fahren. Wenn dem so ist, nutze diese Möglichkeit, sofern es dich nicht zu viel Aufwand kostet. Was genau ich damit meine, erfährst du in folgendem Beispiel:

Welche Gewohnheit ich verändert habe

Die erste Gewohnheit die ich vor einiger Zeit bewusst verändert habe, war die Art, wie ich mein Fahrrad mit dem Schloss absperre.

Früher ist das Schloss dabei oft mit der öligen Fahrradkette in Kontakt gekommen. Beim Aufsperren des Schlosses hatte ich das Öl anschließend an den Händen. Mit der Zeit ging es mir auf die Nerven und ich wollte die Gewohnheit ändern.

Schlechte Gewohnheit ändern

Früher: Die Kette kam mit Öl in Kontakt

Wie ich das Rad zukünftig verschließen wollte, fand ich schnell heraus, doch die Umstellung benötigte seine Zeit:

An den Tagen, an denen ich bewusst bei der Sache war, schloss ich das Rad wie geplant ab. War ich nicht bei der Sache und lief in Gedanken versunken auf Autopilot, sperrte ich es ab wie früher.

Falls mir das falsche Absperren im Nachhinein aufgefallen ist, bin ich wieder zu meinem Rad gegangen und habe das Schloss an die gewünschte Position gebracht.

Gewohnheit verändert

Heute: Das Schloss bleibt sauber

Nach und nach wurde die alte Gewohnheit durch die Neue ersetzt, welche inzwischen automatisch abläuft.

Dieses Beispiel mag sich banal lesen. Trotzdem habe ich beim Verändern dieser Gewohnheit eine Menge über Gewohnheiten gelernt.

2 Tipps für einen besseren Umgang mit Gewohnheiten

Ich bin ein Freund davon, es sich so leicht wie möglich zu machen. Um Gewohnheiten einfacher zu verändern bzw. zu entwickeln, empfehle ich dir zwei Dinge:

1. Konzentriere dich auf eine Gewohnheit

Unsere Ressourcen sind begrenzt. Willst du zu viel auf einmal, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit alles beim Alten bleiben.

Sinnvoller ist es, sich auf eine Gewohnheit zu konzentrieren und diese 30 Tage lang in den Fokus zu nehmen. Anschließend kannst du dich fragen, was dir diese Gewohnheit bringt und ob du sie weiter ausführen willst.

Entscheidest du dich dafür, die Gewohnheit in dein Leben zu integrieren, wird es dich weniger Überwindung kosten, diese beizubehalten. Die kritische Phase ist bereits überwunden ist. Egal wie du dich entscheidest, du kannst damit beginnen dich auf die nächste Gewohnheit zu konzentrieren.

Frage dich immer wieder, welche Gewohnheit aktuell für dich am wichtigsten ist und konzentriere dich in den nächsten 30 Tage darauf.

Trotzdem empfehle ich dir mit kleinen Gewohnheiten zu starten. Dadurch entwickelst du ein besseres Verständnis für Gewohnheiten.

2. Kontrolliere deine Gewohnheiten, ob du sie ausgeführt oder vermieden hast

Wir Menschen sind gut darin, uns selbst zu belügen, um in einem möglichst guten Licht dazustehen:

  • „Ich rauche doch gar nicht so viel“
  • „Einmal kann ich den Sport schon ausfallen lassen“
  • „Heute habe ich keine Lust zu Lesen“

Solange es bei diesem einen Mal bleibt, ist es tatsächlich nicht schlimm. Jedoch bleibt es leider oft nicht dabei.

Unser subjektives Denken hält die Anzahl unserer „Ausnahmen“ oft kleiner, als sie in Wirklichkeit sind. Dies hängt ebenfalls mit dem blinden Fleck zusammen.

Um deine Gewohnheiten objektiv zu überprüfen, empfehle ich dir eine App für dein Handy herunter zu laden. Für mein iPhone verwende ich die Gewohnheiten App „Way of Life“. Mit Sicherheit gibt es dazu einige Alternativen.

Gewohnheiten ändern App

Du gibst ein, welche Gewohnheiten du überprüfen lassen willst und hackst diese nach erfolgreicher Durchführung ab. Bei meiner App werden Ketten gebildet, was zusätzlich motivierend ist. Außerdem kann ich mir Auswertungen anzeigen lassen, mit denen alles auf einen Blick messbar ist.

Mit einer solchen App ist es viel schwerer sich selbst zu belügen, was ich dir mit folgendem Beispiel zeigen möchte:

In den letzten Monaten habe ich kleines 30-jährigen Bäuchlein bekommen. Wie konnte das passieren? In der letzten Zeit habe ich mir immer mal wieder etwas gegönnt, meinem subjektiven Empfinden nach, habe ich mich jedoch gesund ernährt.

Ich wollte es genau wissen, erstellte und definierte mir die Gewohnheit „Gesund ernährt“. Nach knapp sechs Wochen kann ich sagen, dass ich mir nicht nur ab und zu etwas gegönnt habe. Woher das 30-jährigen Bäuchlein kommt ist klar:

Gewohnheiten ändern App Ernährung

Da ich jetzt weiß, woran es liegt, achte ich inzwischen wieder bewusster auf meine Ernährung. Ich kontrolliere meine Ernährungsgewohnheiten jedoch weiterhin mit der App.

Sei kein Sklave deiner Gewohnheiten

So positiv meine Gewohnheiten auch sein mögen, ich muss ihnen nicht zwanghaft nachgehen. Ich habe die Macht über meine Gewohnheiten und nicht umgekehrt.

Beispielsweise habe ich meine Gewohnheit, 30 Minuten am Tag zu schreiben, an einigen Tagen ausfallen lassen, weil ich mich bewusst dafür entschieden habe:

  • Als ich am Neujahrestag verkatert aufgewacht bin
  • Während eines kurzen Skiurlaubs (2 Tage)
  • Am Tag nach meiner Abschiedsparty in Erlangen

An diesen Tagen hätte es mir nichts gebracht bzw. sogar mehr geschadet, wenn ich mich dazu gezwungen hätte, meiner Gewohnheit nachzugehen.

Wichtig ist es, ehrlich zu sich selbst zu sein und zwischen Ausreden und wirklichen Gründen unterscheiden zu können. Es ist etwas Anderes, ob du nicht zum Sport gehst, weil du dich vor Muskelkater kaum bewegen kannst oder „nur etwas müde“ bist.

Es geht nicht darum, jeden Tag zwanghaft seine Gewohnheiten auszuführen bzw. zu vermeiden. Wenn du deine positiven Gewohnheiten an 90% der Tage ausführst und deine negativen Gewohnheiten an 90% der Tage vermeidest, bist du auf einem guten Weg.

Egal was du für Gewohnheiten hast, lasse nicht zu, dass sie die Macht über dich haben. Habe die Macht, über deine Gewohnheiten.

Fazit – Verändere deine Gewohnheiten und du veränderst dein Leben

Dein Leben ist die Summe deiner Gewohnheiten. Im Laufe deines Lebens entwickelst du bestimmte Gewohnheiten, die immer wieder ausgelöst werden, sobald du in eine ähnliche Situation gerätst.

Eine neue Gewohnheit zu entwickeln dauert zwischen 18 und 254 Tagen. Es kommt auf die Gewohnheit und auf dich als Person an.

Meist läuft es die ersten Tage wie von selbst. Ist die Anfangsmotivation verflogen, können die nächsten Tage viel Überwindung kosten. Hier kommt die Selbstdisziplin ins Spiel.

Beschäftigst du dich das erste Mal mit Gewohnheiten, empfehle ich dir zuerst, einige positive Gewohnheiten zu entwickeln, bevor du Gewohnheiten ändern willst.

Um Gewohnheiten zu ändern, werde dir über die entsprechende Gewohnheit bewusst. Vergleiche dich dafür mit deinen Erziehungsberechtigten und sprich mit guten Freunden.

Bist du dir einer Sache bewusst, kannst du sie verändern. Erwarte jedoch nicht, dass es dir von heute auf morgen gelingt. Es ist nicht schlimm in alte Muster zu fallen, solange es dir später auffällt. Irgendwann wirst du in der Lage sein, diese Muster zu durchbrechen.

Um es dir so einfach wie möglich zu machen, konzentriere dich jeweils auf eine Gewohnheit, die du entwickeln oder verändern willst. Außerdem empfehle ich dir, deine Gewohnheiten mit einer entsprechenden Handy App zu kontrollieren.

Was hast du für Gewohnheiten?

Ich hoffe dir hat der Artikel gefallen. Über einen Kommentar und/oder das Teilen des Artikels würde ich mich sehr freuen.

Dies war der erste Teil der dreiteiligen Artikelserie über Gewohnheiten. In Teil zwei geht es um Beispiele für Gewohnheiten, die dein Leben verändern können und Teil drei widmet sich der Morgenroutine.

2018-11-20T12:13:51+00:00

Ein Kommentar

  1. JC 1. Mai 2018 um 9:43 Uhr - Antworten

    Danke für die Tipps, da kann ich mir noch etwas abgucken. Meine Ausnahmen werden momentan nämlich eher zur Regel. LG

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